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Grüner Strom aus dem Gewerbegebiet Rollesbroich
Von: P. St.

9. Juli 2015



Wenig spektakulär, aber „intelligent“: Die neue 80.000 Euro teure Ortsnetzstation im Gewerbegebiet Rollesbroich kann Spannungsschwankungen bei der Stromeinspeisung ausgleichen. Vertreter von Stawag und Gemeinde Simmerath stellten die neue Anlage am Simmerather Recyclingcenter vor. Foto: P. Stollenwerk



Auf dem Dächern der Betriebsgebäude der Simmerather Recycling GmbH im Gewerbegebiet Rollesbroich wird fleißig Strom produziert. Die Photovoltaikanlage wurde jetzt um das Doppelte erweitert. Foto: Simmerather Recycling GmbH

Im Gewerbe- und Industriegebiet Rollesbroich wird eine Reihe von innovativen Produkten hergestellt. Seit 1989 haben sich hier über 35 Betriebe auf einer Fläche von 48 Hektar angesiedelt, wovon 22 Hektar bebaut sind. Seit jüngster Zeit wird nun auch in steigendem Umfang grüner Strom produziert. Das Recycling-Center im Gewerbegebiet setzt seine Firmenidee jetzt gleich in mehrfachen Sinne um.

Auf dem Gelände an der Völlesbruchstraße werden nicht nur 83 verschiedene Abfallarten recycelt, auch das Sonnenlicht wird wiederverwertet und als grüner Strom in Umlauf gebracht.

Ende 2014 entwickelte Stephan Braun, Geschäftsführer der Simmerather Recycling GmbH, die Idee, die bereits bestehende Photovoltaikanlage (PV) auf den Dächern seiner Betriebsgebäude zu erweitern, um seine bisherige Stromproduktion zu verdoppeln.

„Eigentlich war die Anlage in dieser Größe gar nicht geplant, aber das Projekt hat sich immer mehr entwickelt“, berichtet Braun, dessen neue PV-Anlage jetzt eine Leistung von 122 Kilowatt produziert – immerhin eine Strommenge, die ausreicht, um circa 50 Wohnhäuser mit Energie zu versorgen. In Zukunft soll die PV-Anlage noch erweitert werden.

Schwankungen werden geregelt

Die Ausdehnung der Anlage führte aber auch dazu, dass die Einspeisung des Stroms ins Netz technisch auf stabilere Füße gestellt werden musste. Im Gespräch mit der Stawag, die seit Beginn des Jahres 2015 neuer Stromlieferant für die Gemeinde Simmerath ist, stellte sich nämlich heraus, dass mit der vorhandenen Technik die Einspeisung nicht mehr funktioniert.

Also wurde jetzt die erste regelbare Ortsnetzstation in Simmerath in Betrieb genommen. Sie liegt nur gut 200 Meter vom Standort der neuen PV-Anlage entfernt. Im Gegensatz zu konventionellen Netzstationen ist die neue Anlage in der Lage, Spannungsschwankungen von bis zu zehn Prozent auszugleichen und einen sicheren Betrieb auch bei massiv verstärkter Einspeisung sicherzustellen. Und an Spannungsschwankungen fehlte es in den zurückliegenden extrem heißen Sommertagen nun wirklich nicht.

Mit dem bisherigen Ergebnis der Anlage ist die Stawag hochzufrieden, die in ihrem gesamten Versorgungsbereich acht regelbare Ortsnetzstationen in Betrieb hat. „Wir freuen uns, in Simmerath einen weiteren Standort für unseren Feldtest gefunden zu haben“, erklärte Dr. Peter Asmuth, Vorstand der Stawag, jetzt bei der Präsentation der neuen Station. Gemeinsamen mit zwölf weiteren Partnern strebe man an, im Rahmen des Forschungsprojektes „Smart Area Aachen“ ein intelligentes Stromnetz für Aachen und die Eifel zu testen.

Die Solarenergie, wie die erneuerbaren Energien überhaupt, werde sich noch stark nach vorne entwickeln, ist Asmuth überzeugt, der nicht ohne Stolz darauf verwies, dass es die Stawag gewesen sei, die vor 23 Jahren die erste Photovoltaikanlage in Deutschland errichtet habe. In diesem Jahr liege man wegen des hohen Sonnenanteils bereits weit über der Prognose.

Derzeit werden in Deutschland rund 30 Prozent des Stroms über alternative Energiegewinnung erzeugt, im Versorgungsbereich der Stawag beträgt dieser Anteil bereits 50 Prozent. Insgesamt bezieht die Stawag in ihrem Bereich Strom aus circa 2000 Photovoltaikanlagen. Dies sei auch ein Beweis dafür, „dass die Energiewende dezentral abläuft“, so Asmuth.

Energiewende auch in Simmerath

In der Gemeinde Simmerath sei die Energiewende längst angekommen, wie Roger Nießen, Beigeordneter der Gemeinde Simmerath, beim Ortstermin im Gewerbegebiet hervorhob. Bereits heute würden über 70 Prozent des Strombedarfs der Gemeinde Simmerath durch regenerative Energien gedeckt. Neben Windkraft und Solarenergie spielt auch die Nutzung von Biogas und Biomasse eine wichtige Rolle. Nießen: „Auch wir wollen Teil der Energiewende sein.“ Die neu in Betrieb genommene Anlage im Gewerbegebiet Rollesbroich unterstreiche, „wie zukunftsorientiert die Eifel ist“.

Stephan Braun will auch in Zukunft weiter auf grünen Strom setzen, und einen „Beitrag zur lokalen Stromerzeugung“ leisten. Dafür sei das Gewerbegebiet Rollesbroich genau der richtige Platz. Neben der Erweiterung der PV-Anlage hat er auch einen Bauantrag für die Errichtung eines 120 hohen Windrades an seinem Betriebsgelände eingereicht.

Der Antrag befindet sich derzeit in der Prüfung. Auch wenn es einige Widerstände gibt, ist Braun davon überzeugt, dass die beantragte Anlage im Gewerbegebiet genehmigungsfähig ist und keine optischen oder akustischen Belästigungen für das Umfeld zu erwarten seien.

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten

 



17. Mai 2013

Simmerath will Bürger nicht mit dem Grünschnitt alleine lassen



Gerne nutzen die Simmerather Bürger das Angebot der Abgabe von Grünschnitt im Gewerbegebiet Simmerath, der sich hier bequem anliefern lässt. Über 3000 Annahmen gab es im vorigen Jahr. Foto: P. Stollenwerk

Die Entsorgung des Grünschnittes ist in der Eifel immer ein großes Thema. Es wird sich im Sommer zuspitzen, wenn im Gewerbegebiet Imgenbroich ein Entsorgungs- und Logistikzentrum (ELC) für den Südkreis durch den Zweckverband Entsorgungsregion West (ZEW) in Betrieb genommen werden soll. Beim ELC handelt es sich um einen Containerhof, wo Abfall aller Art in Kleinmengen abgegeben werden kann - auch Grünabfall.

Nun verfügt die Gemeinde Simmerath aber bereits seit 2010 über ein gut funktionierendes System der Grünabfall-Entsorgung für ihre Bürger, nachdem im Gewerbegebiet Rollesbroich bei der Firma Simmerather Recycling GmbH durch die Regioentsorgung eine Annahmestelle für Grünabfälle eingerichtet wurde.

Wenn nun in Imgenbroich das ELC seinen Betrieb aufnimmt, stellt sich die Frage, wie die Gemeinde mit der Annahmestelle in Rollesbroich verfahren soll. Die Frage, ob bei einem neuen Angebot der Service in Rollesbroich noch weiter aufrecht erhalten kann, wurde jetzt auch intensiv im Simmerather Umweltschutzausschuss diskutiert.

„Wir haben in Rollesbroich eine sehr gute Lösung gefunden, wissen aber noch nicht, was uns in Imgenbroich erwartet“, formulierte Sascha Schlepütz (CDU) seine Bedenken, dass für die Bürger unter dem Strich eine Service-Verschlechterung herauskommen könnte. Erst wenn man Klarheit über die Konzeption des ELC in Imgenbroich erhalten habe, könne ein Beschluss gefasst werden, ob Rollesbroich als Grünschnitt-Annahmestelle aufgegeben werde. Dieser Auffassung schloss sich auch der Ausschuss einstimmig an, In Kürze wird eine Projektgruppe bei der ZEW ihre Arbeit aufnehmen, um die konkrete Abwicklung und Organisation in Imgenbroich festzulegen.

Außerdem, hieß es weiter im Beschluss, solle die Verwaltung darauf hinwirken, dass die Organisation des ELC in Imgenbroich den „eifeltypischen Gegebenheiten“ entspricht. Als Maßstab sollte dabei der bisherige Service-Standard in Rollesbroich gelten.

„Der Bürger-Service darf nicht schlechter werden“, hatte zuvor auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns als wesentliche Forderung herausgestellt.

Die Auffassung von Ulrich Reuter von der Regioentsorgung, dass Simmerath auch die Kosten tragen möge, „wenn es der Gemeinde wert ist, ein Zusatzangebot in Rollesbroich aufrecht zu erhalten“, konnte Karl-Heinz Hermanns nicht teilen. Dass man die Annahmestelle in Rollesbroich mit rund 50000 Euro jährlich subventioniere, sei auch als konkrete Maßnahme gegen wilden Müll zu sehen. Zudem gelte es, „die Besonderheiten der Eifel“ beim Grünschnitt zu berücksichtigen. Hermanns verwies darauf, dass man gar keine andere Möglichkeit habe, als ein Angebot für größere Menge Grünschnitt bereitzustellen.

In der Tat sei der Grünschnitt der Knackpunkt, räumte auch Karl Rambadt von der ZEW ein. Angestrebt sei eine Kooperation mit dem Unternehmen in Rollesbroich, da das ELC Imgenbroich auf Abfall-Kleinmengen (von Leuchtstoffröhren bis Alt-Batterien) aus privaten Haushalten ausgerichtet sei, nicht aber für gewerbliche Anlieferungen. Dennoch müsse es das Ziel sein, dass alle Bürger ihre Grünabfallmengen, auch in größerem Umfang, in Imgenbroich künftig abgeben könnten.

Eine Anlieferung von Grünschnitt auf Kofferraummengen zu begrenzen, sei „absolut praxisfremd“, warnte auch Klaus Stockschlaeder (Grüne) davor, ein gut funktionierendes System wie in Rollesbroich ohne Alternativangebot einzustellen.

„Hier wird mit großen Äpfeln geworfen“, warb Siegfried Lauscher (SPD) um eine realistische Betrachtung, da wirklich große Mengen Abfall auch in Simmerath die Ausnahme seien. In Imgenbroich müsse aber garantiert sein, dass auch größere Abfallmengen angeliefert werden könnten, denn es sei nicht einzusehen, „dass wir zusätzlich für Rollesbroich bezahlen.“

Ulrich Reuter, der einmal mehr erkannt hatte, „dass die Eifel zu Recht wie üblich ein wenig anders ist“, versprach, die Gemeinde Simmerath mit dem Problem Grünschnitt nicht allein zu lassen. Er werde die Anregungen in die Projektgruppe hineintragen, um ein „Maximum an Bürger-Service zu vertretbaren Kosten“ zu erreichen.

Quelle: Eifeler Zeitung - Nachrichten

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Vogelsang
Über 60 Jahre verschollene Vogelsanger Adlerplastiken im Bauschutt entdeckt

Die beiden überlebensgroßen Adler-Steinplastiken, die bis 1945 auf den „Adlerhof“ in Vogelsang standen und ihm den Namen gaben, sind in wesentlichen Fragmenten bei den derzeit laufenden Ausschachtungsarbeiten zum zukünftigen Forum Vogelsang entdeckt und geborgen worden.


Dr. Monika Herzog vom LVR-Amt für Denkmalpflege und Klaus Ring, Fachbereichsleiter Ausstellungen und Forschungen vogelsang ip

Bauarbeiter der Simmerather Recycling GmbH Braun stießen Ende vergangener Woche beim Ausbaggern von verschütteten Kellerräumen im kriegszerstörten Ostflügel auf die Überreste der seit 1947 verschwundenen Plastiken von Willy Meller. In unmittelbarer Nähe wurde auch ein Fragment geborgen, das der Unterbau der ebenfalls nicht mehr vorhandenen Brunnenschale aus der Mitte des „Adlerhofs“ sein könnte.


Geborgene Adlerplastiken

Ferner konnte das wissenschaftliche Team von vogelsang ip zahlreiche Materialproben von wertvollen Marmorfußböden, dem hellen Muschelkalkbelag des „Adlerhofs“ vor 1945, und die Reste zahlreicher Gebrauchsgegenstände aus dem viele Hundert Kubikmeter umfassenden Bauschutt des ehemaligen Gebäudekomplexes bergen. Die freigelegten Keller aus der NS-Zeit sind gut erhalten und bieten erstmals einen umfassenden Einblick in die Wucht und Wirkung der alliierten Bomben, die in der Endphase des Zweiten Weltkrieges auf Vogelsang fielen.

Quelle:

PRESSEKONTAKT
Christin Wannagat
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Mit dem 54-Meter hohen Schornstein der ehemaligen Molkerei kommt am Donnerstagnachmittag ein Wahrzeichen von Geilenkirchen in Etappen zu Fall. Foto: Georg Schmitz


Kaminsprengung in Geilenkirchen

Alte Molkerei: 54-Meter-Turm gesprengt
Von: Georg Schmitz

12.04.2013

Geilenkirchen. Ein überragendes Wahrzeichen von Geilenkirchen liegt in Schutt und Asche: Knapp fünf Kilogramm Sprengstoff brachten den Schornstein der ehemaligen Molkerei zu Fall. Pünktlich um 14 Uhr fiel vor den Augen von rund 200 Zuschauern der 54 Meter hohe Riese an der Herzog-Wilhelm-Straße dank gelatinösem Amonsalpeter-Sprengstoff in ein Kiesbett. Bei der akribisch geplanten Sprengung war der Kamin exakt in die berechnete Richtung umgekippt.

In den vergangenen Wochen hat die Familie Davids als Besitzer des Geländes die früheren Molkerei-Gebäude abgerissen, hier soll nun ein Baugebiet entstehen. Für Sprengmeister Rainer Gnisdza von der beauftragten Spezialfirma Stephan Braun aus Simmerath zählt die Niederlegung des Kamins, so der Fachausdruck für diese Sprengung, zum Alltagsgeschäft.



Sprengmeister Rainer Gnisdza (r.) und Assistent Andreas Löhrer bohren die letzten Löcher für die Befüllung mit Sprengstoff.

Der in Hückelhoven wohnende 55-Jährige hat in seiner Zeit als Sprengfachmann schon ganz andere Bauwerke niedergelegt. „Das größte war das 22 Stockwerke hohe Iduna-Haus auf der Reeperbahn in Hamburg“, erinnert sich Gnisdza. Da misst sich der Geilenkirchener Kamin mit einem Durchmesser von rund sechs Metern im Sockel recht klein.

Für die Bürger gehörte der 1976 von der Geilenkirchener Firma Hall-Kehmer gebaute Schornstein zu den weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt. Einige Geschichten sind mit dem „Riesen“ verbunden. Manchen Piloten diente der Koloss beim Anflug als Orientierungshilfe. Mitglieder der Besitzerfamilie hatten bei Welt- oder Europameisterschaften die Spitze des Kamins immer mit einer alles überragenden Deutschlandfahne versehen, die letzten Bestandteile fielen am Donnerstag der Sprengung zum Opfer.

Nach den Planungen für die Niederlegung des Kamins mit Einholen der entsprechenden Genehmigungen bei der zuständigen Bezirksregierung und den weiteren Behörden ging es bereits Anfang dieser Woche an die handwerklichen Vorbereitungen. Weil der Schornstein in der Einflugschneise des Nato E-3A-Verbandes lag, galt es, ein vorgegebenes Zeitfenster von 15 Minuten einzuhalten, in dem keine Überflüge stattfanden.

In den zwei Tagen vor dem Ereignis bohrten Rainer Gnisdza und Sprenghelfer Andreas Löhrer 40 Löcher für die Sprengladungen, angeordnet in drei in Abständen von rund 80 Zentimetern übereinander liegenden Bohrlochreihen. „Daneben haben wir Fallschlitze in den Kamin gestemmt, die die Fallrichtung vorgeben“, erklärt Sprengmeister Rainer Gnisdza.
Verkehr angehalten

Ob der Kamin in einem Stück umfällt, oder er noch in sich zusammenbricht, lasse sich nicht voraussagen. Wenige Stunden vor der Sprengung wurden die Bohrlöcher mit fast fünf Kilo des knetbaren Amonsalpeter-Sprengstoffes gefüllt und die Verbindungen mittels Zündschnüren hergestellt.

Am Nachmittag war es dann soweit, kurz vor 14 Uhr wurde die unmittelbare Umgebung durch Posten abgesichert und der Verkehr auf der Herzog-Wilhelm-Straße von vier Polizeibeamten kurzzeitig angehalten. Im Vorfeld waren 38 Bewohner der nächstliegenden Häuser des Baugebietes Hommerheide vorsichtshalber evakuiert worden. Ein lang anhaltender Warnton um 14 Uhr ging dem eine halbe Minute später folgenden zweigeteilten Signal voraus, bevor der Sprengstoff elektrisch gezündet wurde.

Außer einer Staubwolke am Sockel tat sich einige Sekunden lang nichts. Doch dann neigte sich der Schornstein langsam in Richtung Herzog-Wilhelm-Straße. Vor den Augen des öffentlich bestellten Sachverständigen für Sprengungen der Industrie- und Handelskammer, Walter Werner, und Vertreter der Stadtverwaltung Geilenkirchen knickte das Ungetüm dann noch ein und landete, eine Menge Staub aufwirbelnd, im Kiesbett. Ein dreifaches Hupsignal machte kurze Zeit später auf die erfolgreiche Sprengung aufmerksam.

Quelle: Geilenkirchener Zeitung vom 12. April 2013

 


Aachen:
Kaiserlinde soll Bild der Normaluhr prägen

21.04.2013

Foto: Heike Lachmann

Eine große Kaiserlinde hat am Samstag ihre neue Heimat an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt der Stadt gefunden: Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW hat in einer kleinen Grünfläche an der Normaluhr den Baum in Abstimmung mit dem Umweltamt der Stadt Aachen gepflanzt. Die Linde ist rund acht Meter hoch, hat einen Stammumfang von 50 bis 60 Zentimeter und einen Kronendurchmesser von etwa vier Metern. Weil der Baum bereits sehr groß ist, kam bei den Arbeiten ein Kran zum Einsatz, die Fahrspuren an der Normaluhr mussten zeitweise gesperrt werden.

Die große Kreuzung an der Normaluhr wurde vor einigen Monaten grundlegend umgebaut, um das Radfahren an dieser Stelle sicherer zu machen. Zwei ältere Pappeln wurden im Zuge der damaligen Bauarbeiten in der kleinen Grünfläche gefällt. Diesen Verlust an „Stadtgrün“ wollte die Stadt auf alle Fälle an der Normaluhr wieder ausgleichen. „Die Kaiserlinde wird sich in den nächsten Jahren zu einem stattlichen Baum entwickeln“, sagt Jürgen Drautmann, Baumexperte im Umweltamt der Stadt Aachen. Der Baum werde das Stadtbild an der vielbefahrenen Kreuzung prägen und das Stadtklima und die Luftreinheit positiv beeinflussen.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW ließ die Kaiserlinde an der Normaluhr pflanzen, weil er noch einen Ausgleich schaffen musste für einen markanten Laubbaum, der Ende 2012 auf dem Grundstück Mies- van der Rohe- Straße/Hainbuchenstraße gefällt wurde. Dort entsteht zurzeit das neue Gebäude des RWTH-Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft.Für dieses RWTH-Bauvorhaben mussten neben dem markanten Laubbaum noch weitere 19 geschützte Bäume entfernt werden.

Quelle: Aachener Zeitung

 
 
     
Simmerather Recycling GmbH - Stephan Braun - Völlesbruchstr. 20 - 52152 Simmerath